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Klartext: Erwachsen werden

Was ist das Tolle am Erwachsen werden? Was ist im Moment wichtig? Und welche Dinge stressen und nerven? Jugendliche reden Klartext…

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Großbaustelle "ICH"

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Deine Gefühle fahren Achterbahn: Gerade warst Du noch gut drauf, plötzlich bist Du genervt oder niedergeschlagen… Wenn Du in den Spiegel schaust, siehst Du einen Körper, der sich rasend schnell verändert… Und zwischen Dir und Deinen Eltern gehts immer öfter zu wie beim Autoscooter: Ihr knallt zusammen, anstatt friedlich miteinander durchs Leben zu fahren …

Sehen wir da ein Nicken bei Dir? Dann steckst Du gerade mitten drin in der spannenden – manchmal aber auch extrem anstrengenden Zeit des Erwachsenwerdens.

Wegen Umbauarbeiten vorübergehend geschlossen…

Mal ehrlich: Klingt „Erwachsen werden“ nicht viel besser und lässiger als „Pubertät“? Irgendwie positiver und nicht automatisch nach Pickeln, gewöhnungsbedürftigen Körperproportionen und ständiger Unsicherheit, ob man so, wie man ist, o.k. ist.

Pubertät – das Wort kommt aus dem Lateinischen, klingt eher nach einer Krankheit, bedeutet aber eigentlich nur so viel wie Geschlechtsreife. Die ist äußerlich dadurch gekennzeichnet, dass sich die sogenannten „sekundären Geschlechtsmerkmale“ ausbilden. Bei Jungs wird z. B. die Stimme tiefer, der Bart beginnt zu sprießen und Brust und Schultern werden breiter. Bei Mädchen gehören zu den körperlichen „Umbauarbeiten“ vor allem das Wachsen der Brust, die breiter werdenden Hüften und das Einsetzen der Regel.

Doch nicht nur Dein Körper, auch das Gehirn ist eine einzige Baustelle: Alte Leitungen zwischen den Nervenzellen werden durch neue ersetzt. Kurzschlüsse sind da vorprogrammiert… Nee, jetzt mal im Ernst: Dieses Feintuning – das wie die Veränderung Deines Körpers durch Hormone gesteuert wird – sorgt für das Versinken im Gefühlschaos, häufige Vergesslichkeit oder auch die Null-Bock-Einstellung gegenüber der Schule.

Der Umbaustress lohnt sich – ganz ehrlich

„Wo gehobelt wird, da fallen Späne“, dieses alte Handwerkersprichwort lässt sich auch super auf die Pubertät übertragen:

Für eine gewisse Zeit kann´s auf körperlicher Ebene und auch gefühlstechnisch ziemlich ungemütlich werden, aber was anschließend als Ergebnis heraus kommt, kann sich echt sehen lassen: Dein Gehirn ist zu Höchstleistungen fähig, was sich z. B. super auf Deinen Tast- und Sehsinn sowie das Gehör auswirkt. Die bessere „Verkabelung“ betrifft auch die Sprachzentren – vielleicht wirst Du also schon bald zum Wortakrobaten, der keiner Diskussion mehr aus dem Weg geht.

Außerdem fällt es Dir leichter, Gefühle wie Wut, Freude, Trauer oder Ärger bei Deinen Mitmenschen richtig zu erkennen und mit Deinen eigenen Gefühlen klar zu kommen. Dauerzoff mit den Eltern und Stimmungsschwankungen haben also früher oder später ein Ende. Und irgendwann freundest Du Dich auch wieder mit Deinem Körper an und lernst ihn als „neuen Begleiter“ zu lieben. Glaub uns, wir sprechen aus Erfahrung :-)

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beratung@bkk-bauchgefuehl.de

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Ein Feind schadet, verletzt, zerstört. Doch schlimmer ist ein falscher Freund – meiner war der Zwang zu hungern.

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