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Größe Null = Nullnummer?

Von Magersucht & Bulimie hast Du bestimmt schon mal gehört. Doch was versteht man ganz allgemein unter Essstörungen?

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Essstörungen - die heimliche Sucht

Was sind Essstörungen? Essstörungen wie Magersucht und Bulimie sind schwere seelische Erkrankungen, die sehr häufig auch mit körperlichen Folgen verbunden sind. Die Gedanken, der Alltag – alles dreht sich bei den Betroffenen nur noch ums Essen oder Nichtessen. Die Gewichtskontrolle wird zum wichtigsten Lebensinhalt.

Eine Essstörung hat man jedoch nicht von jetzt auf gleich. Vielmehr beginnt sie schleichend und oft auch ganz harmlos. Und zwar mit dem Wunsch, ein paar Kilos abzunehmen oder das Gewicht zumindest fest unter Kontrolle zu haben. Der vermeintliche Weg zum Ziel führt dabei am häufigsten über Diäten. Zur Unterstützung werden aber auch Abführmittel, Appetitzügler oder extremer Sport eingesetzt.

Teufelskreis Diät Das Problem bei Diäten allerdings ist: Sie führen nur selten zum Wunschgewicht. Denn kaum hat man die Hungerkur beendet, geht bei den meisten der Zeiger der Waage wieder nach oben – und die nächste Diät steht an. Ein ganz normaler, schwer verhinderbare biologischer Prozess.

Der Teufelskreis beginnt und das Essen wird bei manchen zum alles beherrschenden Thema. Deutlichstes Anzeichen: Man schläft abends mit dem Gedanken ans Essen ein und wacht morgens wieder mit ihm auf. Typische Gedanken sind: Was habe ich gestern gegessen? Waren viele „verbotene“ Speisen darunter? Was darf ich demnach heute essen? Darf ich überhaupt was essen und wenn ja, wann? Am Ende bestimmt allein der Blick auf die Waage, ob man sich selbst mag oder zutiefst abstoßend findet.

Haben Essstörungen aber tatsächlich nur mit dem Essen und Körpergewicht zu tun? Oder geht es eigentlich um etwas ganz anderes?

Essen als Ersatz Essstörungen sind keine Ernährungsprobleme, sondern vielmehr der unbewusste Versuch mit belastenden Gefühlen wie Angst, Einsamkeit, Kränkung, Traurigkeit oder Wut umzugehen – oder aber auch, um Probleme wie Konflikte, Trennungen oder Stress zu bewältigen. Essen oder Nichtessen wird dann zum Ausweg oder Ersatz.

In anderen Fällen kann das radikale Essverhalten auch ein stummes Zeichen des Widerstandes oder der Ablehnung sein – z. B. bei Spannungen in der Familie oder Gruppendruck im Freundeskreis.

Vereinfacht gesagt: Anstatt sich bei Freunden, der Familie oder Experten Hilfe und Unterstützung zu suchen, sehen die Betroffenen die scheinbare Lösung im Essen oder Nichtessen, versuchen damit ihre Gefühle und Probleme in den Griff zu bekommen.

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Ein Feind schadet, verletzt, zerstört. Doch schlimmer ist ein falscher Freund – meiner war der Zwang zu hungern.

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