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Sound des Glücks

Egal auf welchen Musikstil Du stehst – ob Hip-Hop, Pop, Black oder House – es gibt da sicher DEN einen Song, der es Dir besonders angetan hat und den Du immer und immer wieder hörst. Ganz einfach, weil er Dir gefällt, Dich Deine Sorgen vergessen lässt und Du gute Laune durch ihn bekommst. Oder aber auch, weil er Dich runter holt, wenn Du z. B. gestresst von der Schule nach Hause kommst. Aber wie kommt es eigentlich, dass ein paar Tonfolgen und Worte derart unsere Stimmungen beeinflussen können?

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Sag mir welche Musik Du hörst – und ich sage Dir, was Du fühlst Wie Musik auf uns Menschen wirkt – darüber haben sich weltweit schon eine Menge kluger Köpfe Gedanken gemacht und in ihren Studien auch schon einiges Erstaunliches herausgefunden. Zum Beispiel, dass Musik tatsächlich unterschiedliche Gefühle bei uns auslösen kann… Und dass man anhand der musikalischen Merkmale einer Melodie sogar mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen kann, wie wir uns beim Hören der Musik fühlen werden. Zwei Dinge sind dabei ganz wichtig: Die Tonart und das Tempo.

Melodien, die eher traurige Gedanken oder Gefühle in uns auslösen, sind oft in der sogenannten dunklen Moll-Tonart geschrieben, während fröhliche und aufputschende Songs in den meisten Fällen in hellem Dur gespielt werden. Aber auch das Tempo eines Musikstückes hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung. Forscher haben festgestellt, dass Lieder mit einem Tempo von weniger als 80 Schlägen in der Minute eine beruhigende Wirkung auf uns haben, Stücke mit mehr als 80 Schlägen dagegen belebend wirken. Gute-Laune-Songs sind also immer schneller als 80 Schläge in der Minute.

Super, denkt ihr vielleicht. Denn das müsste doch bedeuten, je schneller, desto besser auch die Laune. Oder etwa nicht? Nein – ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Denn die Stimmung wird nicht unbedingt besser, je schneller ein Stück ist. So haben Experimente gezeigt, dass sehr schnelle Rhythmen, verbunden mit hoher Lautstärke zum Beispiel auch richtig aggressiv machen können. Kurz gesagt: Sich mit richtig mieser Laune von lauter Heavy Metall beschallen zu lassen, ist nicht unbedingt für jeden die beste Strategie, um die Stimmung zu pushen…

Die Macht der Musik Die Filmproduzenten und die Werbeindustrie haben natürlich auch schon längst entdeckt, dass sie mit Hilfe von Musik unsere Gefühle beeinflussen können und nutzen diese Macht der Musik auch gerne für ihre Zwecke. Sicher hast Du auch schon mal im Kino gesessen und bei theatralischer Musik, die Deine Spannung ins Unermessliche steigert, aufgeregt darauf gewartet, was nun wohl Schlimmes passieren wird. Und gewiss hast Du auch schon das eine oder andere Mal mit geschmachtet, wenn die Hauptdarstellerin dem Hollywood-Traumprinzen – von einer romantischen Ballade unterlegt – in den Armen liegt. Während wir im Kino ja bereits vor dem Schauen des Films bezahlt haben, zielen die Macher von Werbespots dagegen darauf ab, dass wir nach dem Betrachten bzw. Hören der Werbespots Geld für ihre Produkte ausgeben. Daher nutzen sie vor allem Musikstücke, die positive Emotionen auslösen, um uns fröhlich gestimmt ihre Duschgels, Gummibärchen oder Computergames kaufen zu lassen.

Glücksfaktor Musik Aber nun wieder zurück zu den positiven Auswirkungen von Musik. Das Hören von Musik kann Glückshormone freisetzen, das Immunsystem stärken, den Kopf frei machen und die Stimmung aufhellen. Das ist doch schon was, oder? Verstärken kannst Du diesen Effekt sogar noch, indem Du es nicht beim Musikhören belässt, sondern selbst singst, Musik machst oder zu Musik tanzt. Dafür muss Du keineswegs der perfekte Sänger sein und auch kein Lets Dance-Gewinner. Probiere es doch einfach mal aus und nutze die Macht der Musik: Verabrede Dich mit Deinen Freunden zum Sing-Star, lerne Mundharmonika spielen oder melde Dich zu einem Hip-Hop-Kurs an…

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Diese ganzen size-zero-Models gehen mir auf die Nerven!

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